Behandlungsanlässe

Alle Bereiche der medizinischen Versorgung können von der Osteopathie profitieren. Der Hauptfokus der Osteopathie ist die gestörte Bewegung. Dort, wo Somatische Dysfunktionen vorhanden sind, im Sinne von Abnormalitäten der Gewebestruktur und Gewebespannung, Asymmetrie, sowie eine qualitative und quantitative Änderung des Bewegungsumfanges kann Osteopathische Medizin eine Verbesserung der Bewegung, Stabilität und Energie Balance bewirken. Diese körperlichen Funktionsstörungen können im muskuloskelettalen System, (also in der Muskulatur, in den Sehnen, in den Gelenken, in den Faszien, in den Knochen wie Schädel, Wirbelsäule, Brustkorb, Becken, Arme und Beine), in den inneren Organen und seine Nachbarschaft, sowie im Gefäß- und Nervensystem behandelt werden. Menschen jeden Alters und jeder Konstitution können behandelt werden.

Spezielle Anwendungsbereiche für die Osteopathische Medizin können sein:

  1. Akute und chronische schmerzhaften Krankheiten, insbesondere Beschwerden des Rückens und der Gelenke
  2. Chronische Kopfschmerzen, Migräne
  3. Tinnitus, Schwindel
  4. Kiefergelenkstörungen, Gesichtsschmerzen
  5. Gelenkschmerzen und Bewegungsverminderung nach Trauma oder Operation
  6. Bauchschmerzen, Obstipation, Dysmenorrhoe (Regelblutungsschmerzen)
  7. Kinder mit sensomotorischen Integrationsstörungen, Lernstörungen
  8. Schiefhals bei Neugeborenen


Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Für den Bereich der Wirbelsäule, z.B. beim chronischen Schmerz-Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.). Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweise der Osteopathischen Medizin bei den unten aufgeführten Krankheitsbildern nachweisen.



Grenzen der Osteopathie

Bei akuten Entzündungen, Unfällen, schweren Erkrankungen, Tumoren und psychiatrischen Problemen sind osteopathische Therapieverfahren nicht die Behandlung der ersten Wahl. Sie können gegebenenfalls begleitend eingesetzt werden.